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Бібліотека / Рух на захист тварин

Themis legte ein Wort für Hunde ein

DE Übersetzung Olga Annenko, vielen Dank!

Endlich wurde der Gesetz der Ukraine "Schutz von Tieren gegen Misshandlungen" in Gang gesetzt: am Montag hat das Svyatoschinsker Kreisgericht den Studenten Aleksej Vedula zu vier Jahren Haft wegen Tiermisshandlungen und der Veröffentlichung der grausamen Fotos im Internet verurteilt. Im Herbst letztes Jahres wurde 19-jähriger Student Aleksej Vedula von der Polizei festgenommen, nachdem er im Internet Fotos und Videos von den von ihm getöteten Hunden und Welpen veröffentlicht hat. Die Aufnahmen wurden von dem Vedulas Freund Roman Polibin gemacht, der dafür vier Jahre auf Bewährung bekommen hat. In der Wohnung von Aleksej Vedula wurde der Computer sichergestellt, von dem er die Videos ins Internet hochgeladen hat, unter anderem auf den sozialen Netzwerken. Von den psychologischen Gutachtern wurde er für zurechnungsfähig erklärt. Wie immer fand von dem Gericht während der Gerichtsverhandlung eine Protestaktion der Tierschützer statt. Sie verlangten nach einem gerechten Urteil. Die aktive Teilnahme der Öffentlichkeit hat eine entscheidende Rolle gespielt, indem dass das Gesetz sich auf die Seite der Tiere geschlagen hat.

Asia SERPINSKAYA, Leiterin Kiewer Gesellschaft für Tierschutz:

"Das ist unser Sieg. Zum ersten Mal in der Geschichte der Ukraine hat die Person, die Tiere brutal gequält hat, und dadurch seine sadistische pathologische Bedürfnisse befriedigte, eine gerechte Strafe (wir verlangten die Höchststrafe fünf Jahre nach dem Artikel 300 "Propaganda der Gewalttätigkeit") bekommen hat. Aber ich befürchte, dass es noch nicht zu Ende ist; sie werden noch die Berufung einlegen, für Revision plädieren und so weiter. Bleibt der Urteil unverändert, wird ein kleiner Sieg der Menschlichkeit in der Ukraine sein. Ich glaube, dass das zum größten Teil das Verdienst der Tierschützer und der Richterin ist, der wir dankbar sind, weil sie sich als ein normaler, humaner und zivilisierter Mensch entpuppt hat. Auf ihrem Platz hätte auch eine konservative Person mit einer persönlichen negativen Einstellung den Tieren gegenüber, die vielleicht irgendwann von einem Hund gebissen wurde, gewesen sein... Man muss auch die Einstellung der Öffentlichkeit erwähnen: momentan gibt es eine ziemlich starke Tierschutzbewegung in der Ukraine, die einen Einfluss auf die Behörden ausüben kann.

Und das Dritte, worauf wir aufmerksam machen möchten, ist die totale Untätigkeit der Polizei. Dazu, dass gegen Vedula ein Strafverfahren eingeleitet wurde, hat sie nicht mal um 1% beigetragen. Weil die Polizei hat trotz unserer Appelle, Proteste und Briefe nach ihm nicht gesucht. Auch jetzt sucht sie diejenigen, die die Tiere vergiftet, oder die Sadisten nicht. Diese Person wurde von den Doghunters selbst geliefert, sie haben es gestanden. Vor ein paar Monaten war ich auf einem Briefing in der Redaktion einer Zeitung, und während dessen fand ein on-line Treffen mit einem Doghunter statt. Sein Gesicht wurde hinter einer Maske versteckt, aber er beantwortete unsere Fragen und stellte sie auch selbst. Er sagte, dass sie Vedula selbst "geliefert" haben, weil sie Hunde töten, aber nicht quälen, und vor allem, veröffentlichen dies nicht. Er sagte auch, dass Vedula auf sie alle "ein schlechtes Licht warf"...

Leider, wie die Doghunters es selbst gestehen, gehen die Tötungen und Vergiftungen der Hunde in der Ukraine weiter. Der Dienst für den Hundefang in Kiew tötet die Tiere zumindest nicht, aber das, was in anderen Städten passiert, ist einfach Horror. Dort muss man jeden, der an den Massentötungen der Hunde beteiligt ist, für fünf Jahre inhaftieren. Zum Beispiel in Lugansk passiert das direkt auf der Strasse: sie verwenden ein verbotenes kurare-artiges Mittel, von dem der Hund 15-20 Minuten lang vor Asphyxie langsam stirbt. Ich fuhr dahin zusammen mit Maya von Hohenzollern, aber der Stadtbürgermeister hat uns nicht erlaubt, das kommunale Unternehmen, das die Hunde einfängt und die Euthanasie durchführt, zu besuchen. Das ist ja klar: dort widerspricht alles den veterinärischen gesetzlichen Bestimmungen, dem Tierschutzgesetzt und den hygienischen Normen, geschweige denn, dass die Mittel aus dem Staatshaushalt geklaut werden. Deswegen muss man die Praxis, die in Kiew durchgeführt wird, auf die ganze Ukraine ausbreiten, auch wenn es schwierig sein soll.

Oksana MIKOLJUK
Allukrainische Tageszeitung "Den'"
No.100, Mittwoch, 13 Juni 2012

Der Ursprung im Internet: http://www.day.kiev.ua/229832