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 Olga



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Situation mit dem Tierschutz in der Ukraine

Heutzutage können die Tierschützer in der modernen, demokratischen Ukraine offen sprechen und handeln. Es werden zahlreiche gemeinnützige Tierschutzorganisationen in verschiedenen Regionen der Ukraine gegründet. 32 dieser Tierschutzorganisationen haben sich im Jahre 2009 in eine Vereinigung der Tierschutzorganisationen "AZOU" vereint. Dieser Schritt war notwendig, da die Tiere in der ganze Ukraine nicht geschützt sind. Zahlreiche Gesprächsversuche mit ukrainischer Regierung waren unfruchtbar, sie horcht auf Meinung der Tierschützer und deren Forderungen nicht. Ohne die Hilfe der internationalen Tierschutzorganisationen, können die Tierschützer in der Ukraine die ukrainische Regierung nicht überzeugen.

Es ist erstaunlich, dass in einem europäischen Land, mit dem höchsten Bildungsniveau, die uralten barbarischen Traditionen im Umgang mit Tieren immer noch dominieren. Es sind zahlreiche Wanderzoos und Zirkusse auf den ukrainischen Straßen zu sehen. Die Tiere werden dabei in sehr engen Käfigen gehalten. Als Transportmittel werden die Transportwagen benutzt, welche sich im Sommer bis zu 60 Grad erhitzen können. Die Tiere können dabei vom Hitzschlag sehr qualvoll sterben. Im Winter werden die Transportwagen mit Tieren öfters stehen gelassen und die meisten Tiere erfrieren dabei, da die Unterhaltung teurer ist als sterben lassen und später neu beschaffen.

Wenn diese Tierquälerei der Generalstaatsanwaltschaft gemeldet wird, reagiert diese nicht. Das existierende Tierschutzgesetz verbietet nur die Erschaffung solcher Wanderzoos, aber nicht deren Existenz. "AZOU" hatte im Jahre 2010 ein Projekt, der die Beschaffung und Existenz der Wanderzoos verbieten sollte, dem Verhovnaya Rada vorgestellt. Es ist leider, dank der ukrainischen Bürokratie, noch nichts geschehen. AZOU versucht jetzt die Behörden zu überzeugen zur europäischen Konvention zum „Schutz von Haustieren“ von 1987 beizutreten.

Lebendig beerdigte Hunde in Donetsk
Die grausame Vernichtung der Streuner gehört zur unserem alltäglichen Schmerz.

Eine Firma beschäftigt sich mit der Beseitigung der herrenlosen Tiere in dem Stadt Donezk. Die Mitarbeiter dieser Firma fangen die Straßentiere mit einem Netz. Das gefangene Tier wird dann mit einem Metallrohr so lange geschlagen, bis dieses sein Bewusstsein verliert. Die leblosen Körper werden dann mit Kalk übergossen und danach in einer Mülldeponie am Stadtrand entsorgt. Manche Tiere sind dabei nur verletzt und nicht tot. Solche Tiere sterben an einem sehr qualvollen, langsamen Tod. Den verzweifelten Schrei dieser Tiere kann man tagelang hören, bis sie endgültig sterben.

In den meisten Städten der Ukraine wird die Beseitigung der Streuner von den Müllabfuhrfirmen betrieben. Für die ukrainischen Behörden bedeuten die Streuner Müll. Diese werden auch wie Müll entsorgt, obwohl das Lebewesen sind.

Eine Firma aus Donezk transportiert die gefangenen Streuner in eine sogenannte Quarantänestation. Die Tiere werden dort sich selbst überlassen. Sie bekommen keine Nahrung und kein Wasser. Die Tiere sterben durch Hunger, Kälte und Verletzungen. Der Direktor dieser Firma und auch der Veterinärartz sind der Meinung, dass dies ein natürlicher Ablauf sei.

Tötung eines Hunds auf der Strasse in Mykolajiw

Es wird öfters ein kurareähnliches Gift namens Ditilin für die Vernichtung der Streuner verwendet, obwohl dieses in vielen Ländern verboten ist. Die Ditilin-Injektionen bewirken beim Opfer einen langsamen und schmerzhaften Erstickungstod. Uns steht ein Videoband zu Verfügung, der einen Hund zeigt, welcher nach einer Ditilin-Injektion innerhalb von 15 Minuten bei vollem Bewusstsein durch Erstickung stirbt.

Kommunale Unternehmen die den Müll entsorgen, "kümmern" sich auch um die obdachlose Tiere. Daraus folgt das Verhalten den Tiere gegenüber, wie zu den Haushaltsabfälle.

Die Tiervernichter binden sogar junge Menschen und Kinder in den Hundemord ein. Die Kinder sollen den Tieren das Gift injizieren, weil die Hunde den Kindern vertrauen und deshalb alles mit sich machen lassen. Danach müssen die Kinder 15-20 Minuten beobachten wie qualvoll diese Hunde sterben. Dafür bekommen die Kinder am Ende kleine Entlohnungen. Die Donezk Bewohner haben ein Protest, mit der Forderung solche Aktivitäten zu verbieten, an den ukrainischen Präsidenten geschrieben. Bis jetzt ist leider keine Antwort des Präsidenten gekommen.

Die Massenvergiftungen von Hunden und Katzen kommen in der Ukraine täglich vor. Die Gifte sind leicht zugänglich. Die Müllmänner bekommen Unmengen von Gift. Dieser sollte angeblich nur gegen Ratten angewendet werden, was nicht der Wahrheit entspricht. Als Ergebnis sterben nicht nur herrenlose Tiere sondern auch Haustiere. Es sind schon Tausende von Vergiftungsfällen bekannt. Es wurde vor kurzem der Hund eines amerikanischen Konsuls bei einem Spaziergang im Zentrum von Kiew vergiftet.

Mobiles Krematorium für streunende Tiere in Lyssytschansk
Im Jahr 2009 wurden die streunende Hunde und Katzen in einem mobilen Krematorium vernichtet. Die Hunde wurden zuerst mit Ditilin gelähmt und dann beim lebendigen Leib verbrannt. Unwillkürlich erinnert dies an die Nazi-Gas Gaswagen auf Rädern. Nach heftigen Protesten der Tierschützer, haben die Behörden dieses mobile Krematorium versteckt.

Eine weitere Innovation: Das Verbrechen, welches von Menschen verursacht wurde, wird den Streunen zugeschrieben.

Ein 7-jähriges Mädchen wurde im Jahr 2009 in der Stadt Donezk tot aufgefunden. Die Pathologen haben auf ihrem Körper sehr viele Stichwunden, aber keine Bisswunden entdeckt. Es wurden aber ein paar streunende Hunde in der Nähe der Leiche gesichtet, dann hieß es, dass die Hunde das Kind getötet hätten. Den richtigen Mörder suchen wollte die Polizei nicht. Die Reporter haben dann die Ärzte gefragt, ob dies überhaupt möglich wäre, dass die Hunde an dem Tod des Kindes beteiligt waren. Die Antwort der Ärzte war: „Nur wenn Hunde Messer bei sich tragen könnten, wäre dies möglich“.

Auch in anderen Städten der Ukraine wurden streuenden Hunde in Mordfällen angeklagt, mit der Begründung, dass diese sich in der Nähe vom Tatort befanden. Ein sehr stark betrunkener Reporter fiel in Kiew in eine Pfütze und ertrank. Die streuenden Hunde waren „natürlich“ schuld.

Solche Aussagen der Medien irritieren die Gesellschaft. Alle staatlichen und lokalen Behörden greifen die Streuner gnadenlos an. Die Medien stellen die Ermordung von jedem Hund oder einem Wolf als eine Heldentat dar.

Die Behörden ignorieren die Meinung der Bürger, weil diese die Streuner bemitleiden. Viele Tierschützer, darunter auch Kinder, helfen bei der Betreuung von streuenden Hunden und Katzen im Tierheim Gostomel ohne Entlohnung. Wir arbeiten daran, dass es eines Tages keine streunenden Tiere auf den Straßen der Ukraine mehr gibt. Um dieses Ziel zu erreichen brauchen wir Ihre Unterstützung.


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